Roman in Fragen
»Sind Ihre Gefühle rein? Wie stehen Sie zur Kartoffel? Sollte es immer noch Konstantinopel heißen? Haben Kinder Ihrer Ansicht nach einen Geruch? Wenn Sie jetzt welchen hätten, würden Sie Hundekuchen essen? Sind Sie glücklich? Ist Ihnen klar, warum ich Ihnen all diese Fragen stelle?« Auch ohne zu wissen, warum Padgett Powell all diese Fragen stellt, kann man sich der Faszination, die von dieser irritierend direkten Leseransprache ausgeht, nicht entziehen: Das Gehirn springt an und nimmt mi
Price:
Das neue Rowohlt Rock-Lexikon 2.0 (DVD-ROM)
- Angaben: laut Hersteller
- Arbeitsspeicher: 512 MB
- Betriebssystem: Windows 7
- Betriebssystem: Windows Vista
- Betriebssystem: Windows XP
List Price: EUR 19,90 Price: EUR 17,99


Ja, man kann durchaus nur mit Fragen zu erstaunlichen Erkenntnissen gelangen,
Kann es einen Roman geben, der aus lauter einzelnen Fragen besteht, keinen einzigen Aussagesatz kennt und der trotzdem eine interessante Geschichte erzählt? Das vorliegende Buch des Amerikaners Padgett Powell, das Harry Rowohlt in seiner gewohnt genialen Art übersetzt hat, ist ein ganz beeindruckendes Beispiel dafür. Gespeist aus einer schrägen und auch leicht melancholischen Weltsicht seines Autors, gelingt es ihm, aus lauter Fragen komische und verblüffende, teilweise schräge, teilweise tief philosophische Aussagen zu machen.
Ein Buch, das seinen Leser, wenn er sich nicht gleich von seiner ungewöhnlichen Form abschrecken lässt, mit jeder Seite mehr in seinen unwiderstehlichen Bann und Sog zieht.
Ja, man kann durchaus nur mit Fragen zu erstaunlichen Erkenntnissen gelangen.
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| Kommentar als LinkFragen, die einen hinterfragen und die Sinne schärfen.,
Eigentlich mag ich sie nicht: jene Menschen, die nur Fragen stellen und nichts bewegen, nichts anpacken und umsetzen. Trotzdem: in jedem Team sind die Fragesteller notwendig, auch wenn sie nicht immer gerne gelitten sind. Sie zeigen Schwachstellen auf und hinter-leuchten alle Aspekte einer Situation, sie bringen weiter durch Innehalten, Unsichersein und Skeptizismus. Ähnlich agiert dieses Buch: ein Parforceritt durch Momente und Aspekte, die wir nicht sehen wollen oder (noch) nie wahrgenommen haben.
Diese Sinnenschärfung ist ein Spiel, dem ich mich gerne hingegeben habe, meine Vorurteile zu überdenken (Haargel und Kaugummi = kriminell?). Wenn ein freundliches Exemplar der Gattung Schlachtvieh auf dem Weg zum Metzger Ihren Weg kreutzt, würden Sie ihm die Flanke tätscheln? Ja, ich fühle mich durch übertechnisierte Schuhe gestört und erinnere mich an die Leidenschaft, die ich als Student für Philosophie empfand, ebenso wie heute.
Fragen erzeugen schnellere Dialoge, man tendiert generell zur Antwort, zum Hinterfragen bevor man übermüdet auf der Couch Platz nimmt, um endlich klagen zu können. Ist Verzagen ein Zeichen für Integrität? Was ist der lauteste Lärm, den sie je gehört haben?
Haben Sie je gesehen, wie ein Fuchs vorsichtig und so elegant auf seinen bleistiftdünnen Beinen vorüberschnürt, dass Sie den Fuchs lieben und wollen, dass er stehen bliebt, damit Sie ihm was sagen können? Dieses Buch ist anders, ungewöhnlich, direkter aktivierend als übliche Kost.
Dennis Scheck sagte es in druckfrisch: Hier liest man sich durch ein Zirkeltraining für eine bessere Beobachtungsgabe und höhere Aufmerksamkeit. Es geht um die Schärfung und Schürfung von Werten, Liebesfähigkeit und Glücksverlangen.
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| Kommentar als Link“Keine Fragen mehr”,
Wollten Sie schon immer einen Roman mit 180 Seiten lesen, wo sich eine Frage an die nächste reiht?
Können überraschende Fragen unerwartete Antworten auslösen?
Lernt man durch Fragen mehr, als wenn man Antworten vorgibt?
Amüsiert Sie ein Roman der nur aus Fragen besteht oder verärgert es Sie?
Warten Sie am Ende des Buches auf eine Erklärung?
Meinen Sie, dass es dem Autor Spaß macht Ihnen Fragen zu stellen?
Geben Sie gerne 18,00 ¤ aus für ein provozierendes Buch?
Reicht es Ihnen schon?
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| Kommentar als LinkHabe mehr erwartet,
Das Rocklexikon weist einige Infolücken auf, besonders die Option “Rubriken”
ist schlapp. Wer ausschließlich nach Infos zu 1A-Rock und deren Interpreten sucht, ist recht gut aufgehoben. Das Internet, z. B unter Google, hält aber nicht nur mühelos mit, es ist einfach informativer.
Ich werde mir kein Rocklexikon(=CD/DVD) mehr zulegen.
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